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Auf zum ukrainischen Schmiedetreffen in Iwano-Frankiwsk -2008
| від 9 04 2008 - 11:20
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Lohnend-lange Anreise zum Baum des Glücks
Wenige Schmiedetreffen in Europa sind so perfekt organisiert wie das in Ivano Frankivsk in der Westukraine. Dieses Jahr soll ein dreieinhalb Meter hoher „Baum des Glücks“ als Gemeinschaftsarbeit entstehen. Vorschlag und Entwurfsarbeit stammen von einem der führenden Kunstschmiede des Landes, Mykhailo Zarytskiy, den seine Kollegen auswählten
Zum sechsten Mal laden die Kammer der Union der ukrainischen Kunstschmiede in Ivano Frankivsk und ihr Vorsitzender Michailo Klochko, dazu der Präsident der ukrainischen Schmiedeunion, Sergiy Polubotko samt seiner Frau Olga, sowie Zarytsiy als dritter Co-Organisator die Kollegen der Welt ein zu ihrem Schmiedetreffen. Bereits lange im Vorfeld informieren Olga und Sergiy Polubotko über einen weltweiten Verteiler, im Internet und in Newsgroups, was die Organisatoren vorhaben. Allein – das Treffen lebt vom persönlichen Engagement und der internationalen Erfahrung der beiden Polubotkos. Die Gäste wissen das zu schätzen, 2007 nahmen 300 Schmiede aus 23 Ländern teil. Auch für dieses Jahr sind „brennende Feuer, ein warmer Willkommensgruß und kaltes Bier – nicht umgekehrt!“ versprochen.
Geplant für das Wochenende vom 9. bis 11. Mai sind zwei Ausstellungen: eine mit Kunsthandwerk aus der Stadt Kosiv in den Karpaten, die berühmt ist für ihr traditionelles Kunsthandwerk in Keramik, Holz, Textil und vor allem Metall, und eine mit Arbeiten der Teilnehmer des Schmiedetreffens. Dazu gesellt sich eine Konferenz mit Fachvorträgen und Kurzvorstellungen prominenter Schmiedemeister sowie die Aufstellung der „Ostersonne“, der Gemeinschaftsarbeit von 2007. Für die ausländischen Gäste stehen alle drei Tage Studenten als Übersetzer bereit.
Für die Arbeiten am „Baum des Glücks“ werden dieses Jahr internationale Teams gebildet. Sie sollen für die vorgefertigte Baumkrone Kugeln mit Durchmessern zwischen 20 und 40 Zentimeter schmieden, die eine Art „Universum“ der Herkunftsländer der Teilnehmer darstellen. Angemeldet haben sich Teams aus Finnland, Belgien, Kanada, der Schweiz und Ukraine, Weißrussland, Russland und Frankreich, ihr gemeinsames Arbeiten soll in den Kugeln gebannt werden. Dazu kann alles Denkbare geschmiedet werden, was in Wald oder Garten glücklich macht: Blätter, Früchte, Insekten, Tiere, Vögel.
Zum Ausklang des Wochenendes sind Ausflüge in die landschaftlich überwältigenden ukrainischen Karpaten möglich, wo der Aufenthalt auf eigene Faust mit Übernachtungen verlängert werden kann.
Die Anreise ist einmal per Zug möglich, von Budapest in Ungarn sowie Wroclaw und Krakau in Polen verkehren regelmäßige Verbindungen nach Lviv oder Uzhgorod, wo man umsteigen muss. Mit dem Auto verläuft die süd-westliche Route – ab Wien rund 1000 Kilometer – über Budapest, den Grenzübergang Chop, Uzhgorod, Stryj nach Ivano Frankivsk. Nord-westlich geht die Fahrt über Wroclaw, Krakau und Przemysl in Polen nach Lviv und weiter nach Ivano Frankivsk. Mit dem Flugzeug ist Ivano Frankivsk nur von Kiew aus zu erreichen, von wo auch Nachtzüge verkehren. Der nächstgelegene Flughafen, der aus Mitteleuropa angeflogen wird, ist in Lviv. Ob von dort wieder ein kostenloser Bus-Shuttle organisiert werden kann (Fahrzeit um die zwei Stunden), ist jedoch nicht sicher, da ein großes Stahlunternehmen als Sponsor ausgestiegen ist.
Hotels der gehobenen Kategorie kosten zwischen 50 und 70 DOLLARS – wobei einige Rabatt für die Teilnehmer gewähren und nur 22 Euro verlangen. Es gibt auch Jugendherbergen oder Pensionen, die nur sechs bis acht Euro verlangen, ohne Frühstück. Eine reichliche Mahlzeit inklusive Getränken sollte nicht teurer bezahlt werden als zehn Euro. (ts)
Info:
Olga & Sergiy Polubotko
Voronogo 3-12
76010 Ivano-Frankivsk
Ukraine
Tel./Fax +380 (0)342/559492
E-Mail: opolubotko1@ yahoo.com
http://kf-arma.com.ua/ua/news
www.spilkakovaliv.org
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