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Tobias Schumacher about the Blacksmith Festival in Ivano-Frankivsk-2006

| від 21 05 2006 - 18:36

The editor of the German magazine “Hephaistos” Tobias Schumacher , who visited our festival, wrote an article for his magazine( English and German versions).Редактор журнала “Hephaistos” про фестиваль кузнецов в Ивано-Франковске.

Forth Blacksmiths’ Festival In Ivano Frankivsk: Curiosity was sown, and enthusiasm was reaped.

Photos and written by Tobias Schumacher

(other Ukrainian and world blacksmith Festivals with photos, captions and articles in many languages at:
http://kf-arma.com.ua/ua/news

Up to now the Ukraine has been an almost white spot on the map of European metal design.

The ignorance about the “big neighbour in the east” is a thing of the past since the “Forth Festival of Artist Blacksmiths”

which was organised in the Carpathian capital town of Ivano Frankivsk with a population of 330,000 at the beginning of May 2006.
What has been blossoming in obscurity in matters of blacksmith’s art in the country in Europe with the largest national territory was suspected so far only judging by those blacksmiths, who became a talking point on Helfstyn Castle or who cultivated contacts in countries outside of the Ukraine, mainly in the USA.

Sergiy Polubotko, the president of the Ukrainian Blacksmiths’ Association, and his wife Olga managed a big step forward in the attention throughout Europe on account of the perfectly organised international meeting of blacksmiths.

For almost a week, the Polubotko’s attended to the concerns of their guests and the smooth course of events. The three-day event had a full programme:

unveiling of the community sculpture produced last year,


multi-lingual tours of the town,

care of individual travel groups by students speaking foreign languages,

TV and radio interviews,

evening of entertainment,

forging demonstration,

conference with representatives of national newspapers, knights’ tournaments, theatre and music events,

round-table discussions, presentation evening of the participating companies and organisations, diploma presentation to the blacksmiths, two exhibitions, et cetera, et cetera.

The acid test was the day of the forging demonstrations in the historic centre of Ivano Frankivsk as the floodgates of heaven opened.

The rush of the audience may have been slowed down by the downpour, but the eagerness at the fires could not be put out by the wet.

Just under fifty out of the two hundred and sixty officially registered blacksmiths from eighteen countries worked on their “small plant” for the “masterly bunch of flowers”,

the community work of well over 5 metres (196 ft.) in height. Richly decorated the flower sculpture will be placed

on the foundation wall of the former Jewish quarter of Ivano Frankivsk and bear witness of new friendships in the European family of blacksmiths.

Longer version in German:

UKRAINE
Olga & Sergiy Polubotko, Gastfreunde
Der aufopferungsvolle Einsatz der Beiden bei „ihrem“ Schmiedetreffen hat die ukrainische Schmiedeszene in Europa ankommen lassen 4. Schmiedefestival in Ivano Frankivsk: Neugier gesдt, Begeisterung geerntet
Die Entdeckung der Freundschaft

Die Ukraine war bislang ein fast weiЯer Fleck auf der Landkarte der europдischen Metallgestaltung.

Die Unwissenheit ьber den „groЯen Nachbarn im Osten“ gehцrt seit dem „4. Festival der Kunstschmiede“
Anfang Mai in der 330.000 Einwohner zдhlenden Karpatenmetropole Ivano Frankivsk der Vergangenheit an. Ein Bericht von Tobias Schumacher

Was im flдchengrцЯten Land Europas in Sachen Schmiedekunst im Verborgenen blьht, das hatten bisher einzig jene Schmiede erahnen lassen, die auf Burg Helfstyn

von sich reden machten oder die Kontakte ins Ausland pflegten, meist in die USA. Sergiy Polubotko, dem Prдsidenten der Ukrainischen Schmiedevereinigung, und seiner Ehefrau Olga ist mit einem perfekt organisierten und international besetzten Schmiedetreffen ein Quantensprung in der Aufmerksamkeit quer durch Europa gelungen.

Fast eine Woche lang und nahezu 24 Stunden tдglich sorgten sich die Polubotkos einerseits um die Belange ihrer Gдste und andererseits um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Das Programm war drei Tage lang dicht gedrдngt:

Einweihung der Gemeinschaftsskulptur vom Vorjahr,

mehrsprachige Stadtfьhrungen, Betreuung der einzelnen Reisegruppen durch Fremdsprachen-Studenten,

Fernseh- und Radiointerviews,


Gesellschaftsabend, Schauschmieden,

Uberregionale Pressekonferenz,

Ritterkдmpfe, Theater- und Musikauffьhrungen,



Podiumsdiskussion,

Prдsentationsabend der teilnehmenden Firmen und Organisationen, Diplomvergabe an die Schmiede,

zwei Ausstellungen, und, und, und.
Dabei hatten sie mit nicht wenigen Widrigkeiten zu kдmpfen, zuvorderst mit unzulдnglichen Ausstellungsrдumen.

Die GroЯstadt Ivano Frankivsk verfьgt nicht ьber Rдumlichkeiten, in denen die Werke angemessen hдtten prдsentiert werden kцnnen. Die Gesellenstьcke waren in einer dunklen Kirche versammelt, fьr die Arbeiten der ukrainischen Meister musste ein ehemaliges Ladengeschдft herhalten.

Beide Ausstellungen waren zu dicht gedrдngt, die Arbeiten „erschlugen“ sich gegenseitig. Eine Bestandsaufnahme zeitgenцssischer ukrainischer Schmiedekunst war gleichwohl mцglich: Die Objekte leben von floralen Elementen, von Spielereien, Schnцrkeln, Skurrilitдten.

Wie ein Nebelschleier zieht sich abschlieЯendes Lackieren ьber die geschmiedeten Oberflдchen, auf Kupfer getrimmte Optik liegt augenscheinlich im Trend. Es wird spannend, in den kommenden Jahren zu beobachten,

wie das Zusammentreffen von Ost und West die Ausdrucksformen der Gestalter hier wie dort beeinflusst. Handwerkliche Qualitдt ist hier zunдchst noch einziger gemeinsamer Nenner.

Eine weitere Bewдhrungsprobe war der Tag des Schauschmiedens im historischen Zentrum von Ivano Frankivsk, als der Himmel seine Schleusen цffnete.

Den Zustrom des Publikums dьrfte das Regenwetter gebremst haben,

den Eifer an den Feuern vermochte die Nдsse nicht zu lцschen. Ob es wohl regnete, weil bei der vierten Auflage des Festivals die Essen erstmals unter Zeltplanen standen?

Die knapp 50 aktiven unter den 260 offiziell registrierten Schmieden aus 20 Lдndern interessierte diese ketzerische Frage nicht.

Sie arbeiteten an ihrem „Pflдnzchen“ fьr den „StrauЯ der Meister“, die weit ьber fьnf Meter hohe Gemeinschaftsarbeit, zu der Polubotkos Werkstatt „Arma“ das Grundgerьst vorbereitet hatte.

Reich dekoriert wird die Blumenskulptur auf den Grundmauern des ehemaligen jьdischen Viertels von Ivano Franivsk ihren Platz finden und von neuen Freundschaften in der europдischen Schmiedefamilie kьnden.

Mцglichkeiten zur herzlichen Begegnung hatten Sergiy und Olga Polubotko den Gдsten reichlich gegeben. Bereits am Tag vor dem offiziellen Beginn des Schmiedetreffens saЯen die Teilnehmer in zahlreichen Gaststдtten und Cafйs der Stadt beisammen.

Ukrainer tafelten mit Osterreichern,

Niederlander tranken mit Briten und Amerikanern,

Russen plauderten mit Franzosen,

Deutsche lachten mit Italienern und Liechtensteinern.
Die Bekanntschaften wurden am nдchsten Tag bei der Anmeldung und auf den Terrassen der Strassencafйs in der wuselnden Fussgдngerzone und rund um

den Rathausplatz in der Altstadt vertieft. Spatestens am Abend mьndeten sie in Freundschaften, als weit ьber 300 Personen in einer riesigen Blockhьtte zu einem opulenten Abendessen zu Tisch geladen wurden.

Sollte es Holzwьrmer im Restaurant gegeben haben, sind sie spдtestens ausgezogen, als bekannt wurde, dass Terry Clark, Metallgestalter und Herausgeber der BABA-Zeitschrift

„Artist Blacksmith“, seinen 60. Geburtstag hatte und dies entsprechend gefeiert wurde.
Was Olga und Sergiy Polubotko Anfang Mai vollbracht haben, fasste Jan Kovar zusammen:

„Ivano Frankivsk war eins der besten Schmiedefestivals, das ich in den letzten Jahren erlebt habe. Ich werde den Schmieden erzдhlen, dass sie die Ukraine nдchstes Jahr besuchen mьssen!“ Als weit gereister „Fliegender Hдndler“ aus der Slowakei, der schon so ziemlich jedes europaische Treffen gesehen hat, weiss er, was zu empfehlen sich lohnt.

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